„Das Bild der Welt könnte bunter sein“ Mannheimer Morgen

Gleichberechtigung – Forscher Christoph May spricht über von Männern gefestigte und dominierte Strukturen. Er fordert mehr Platz für Ideen anderer Geschlechter.

Paula Richter Mannheimer Morgen

AUSZUG

„Und auch bei aktuellen Themen sieht May ein männliches Dominanzproblem. „93 Prozent der Onlineexperten, die aktuell über die Pandemie, die Wirtschaft und andere Themen berichten, sind männlich“, sagt er: „Das Bild der Welt könnte so viel bunter sein, wenn man sich von den Bünden löst und für eine offenere diversere Gesellschaft arbeitet.“

Ein weiterer Forschungsschwerpunkt Christoph Mays sind die Männerfantasien. Dabei untersucht er Filme und Serien, die ebenfalls männlich dominiert seien. Das beginne bei den Rollen der Protagonisten und ende bei den Regisseuren. Die Konsequenz seien ähnliche, wiederkehrende Ideen für Drehbücher und immer gleiche Handlungsstränge. So werde immer wieder die schon in der Bibel relevante Vater-Sohn-Beziehung thematisiert. „Es ist wichtig, sich darüber bewusst zu sein, wiemännerdominiert der eigene Konsum ist“, sagt May.

In der an die Vorstellung anschließenden Diskussion stellt Moderator Fabio Reith Fragen, die die Zuschauer in einer extra eingerichteten Chat-Funktion des Forums stellen konnten. Auf die Frage nach einem Lösungsansatz für eine Welt, in der mehr Platz auch für die Ideen von anderen Geschlechtern sei, überlegt Christoph May nicht lange. Ein Bewusstsein für die Problematik sei nötig. „Die Männerbünde müssen aufgebrochen werden und man muss lernen, selbstkritisch über die eigene Männlichkeit zu sprechen.“

„Das Bild der Welt könnte bunter sein“ Mannheimer Morgen

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