Boys don’t cry | Aktionstage zur Männlichkeitskritik an der Universität Passau

Männliche Schweigekulturen, strukturelle Ungleichheit und Männerbilder

Workshop #4 mit Christoph May | Liste der unabhängigen kritischen Student*innen LUKS
  • 29. November 2019, 13 – 17 Uhr
  • Nikolakloster, Innstraße 40 / Seminarraum 204

„In der vierten Veranstaltung unserer Reihe gibt Christoph May einen Workshop zu männlichen Rollen im Kampf um Gendergerechtigkeit: Männliche Privilegien, Machtstrukturen und Rollenklischees dominieren unsere Gesellschaft. In der ersten Hälfte des Workshops sprechen wir über die strukturelle Ungleichheit in Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien. Aber auch über Bildung, Sorge-Arbeit und Familie. Im zweiten Teil widmen wir uns der Repräsentationsmacht von Männerbildern und der Frage nach den Inszenierungsformen von Männlichkeit in Film- und Serienproduktionen.

Seid ihr bereit, Eure Privilegien abzugeben? MännerMonotonie zu durchbrechen? Euch Frauen zum Vorbild zu nehmen? Lasst uns zusammen für Gleichberechtigung kämpfen! Denn GenderGerechtigkeit werden wir nur gemeinsam erreichen.

Der Männerforscher und Aktivist Christoph May ist Gründer des Detox Masculinity Netzwerkes und des HeTox Magazins. Er hält Vorträge und Workshops zu Kritischer Männlichkeit und berät Institutionen und Unternehmen darin, wie sie sich für Gendergerechtigkeit engagieren können.“

Aktionstage zur Männlichkeitskritik #1 bis #9

#1 Einleitende Gedanken zum Thema Kritische Männlichkeit

In der ersten Veranstaltung unserer Reihe wollen wir euch einleitende Perspektiven zum Thema Männlichkeit(kritik) verschaffen. Janosch Krotz, Teil des autonomen Netzwerks Detox Masculinity, hat dazu einen Input zu Themen wie Heteronormativität, Antifeminismus, Vaterschaft, Verbündetenschaft, Gewalt, Reproarbeiten, Emotionalität und Selbstpflege vorbereitet. Auf kritische-maennlichkeit.de betreibt Janosch zudem einen Blog zu eben diesen Themen. Unsere Einführung richtet sich explizit an Menschen, die sich zum ersten Mal mit Männlichkeit und den entsprechenden Teilbereichen auseinandersetzten wollen.

#2 Aktionstag zum ‚White Ribbon Day‘

Die zweite Veranstaltung unserer Reihe soll einen informativen Hintergrund zum internationalen ‚White Ribbon Day‘ bieten, ein internationaler Aktionstag gegen Gewalt an Frauen* und toxische Männlichkeit. Wir werden auf dem Campus Infomaterial zu unserer Kampagne, aber auch zu Themen wie sexueller Gewalt, Schwangerschaftsabbrüchen und kritischer Männlichkeit verteilen.

#3 Weibliche Ultras in der Fankultur des Fußballs

Die dritte Veranstaltung unserer Reihe lautet „Perle ausm Block?! – Weibliche Ultras zwischen Anpassung und Rebellion“. Was motiviert weibliche Ultras, Woche für Woche ihr letztes für den Verein zu geben, durch Stadien zu tingeln, sich die Seele aus dem Leib zu schreien? Vermutlich das gleiche, wie Männer auch – oder nicht? Auf jeden Fall haben sie mit ihrer Präsenz fast automatisch eine Sonderrolle und Minderheitenposition inne, wird es ihnen nicht selten schwer gemacht ein ganz normaler Teil der Ultrakultur zu sein. Aber sie sind da und gehören gegen alle Widerstände längst dazu. Die Referentin Antje Grabenhorst ist Journalistin und schreibt unter anderem wird für das Fußballmagazin 11 FREUNDE. Außerdem ist sie in den Netzwerken Fan.Tastic Females, F_In – Frauen im Fußall und Fußballfans gegen Homophobie aktiv.

#4 Workshop über männliche Schweigekulturen

In der vierten Veranstaltung unserer Reihe gibt Christoph May einen Workshop zu männlichen Rollen im Kampf um Gendergerechtigkeit: Männliche Privilegien, Machtstrukturen und Rollenklischees dominieren unsere Gesellschaft. In der ersten Hälfte des Workshops sprechen wir über die strukturelle Ungleichheit in Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien. Aber auch über Bildung, Sorge-Arbeit und Familie. Im zweiten Teil widmen wir uns der Repräsentationsmacht von Männerbildern und der Frage nach den Inszenierungsformen von Männlichkeit in Film- und Serienproduktionen. Seid ihr bereit, Eure Privilegien abzugeben? MännerMonotonie zu durchbrechen? Euch Frauen zum Vorbild zu nehmen? Lasst uns zusammen für Gleichberechtigung kämpfen! Denn GenderGerechtigkeit werden wir nur gemeinsam erreichen.

#5 LUKS & Friends: Männlichkeit und Feminismus

Als sechste Veranstaltung der Reihe zur Männlichkeitskritik wird es ein LUKS & Friends geben. LUKS & Friends ist ein Format, bei dem gemeinsam ein Text oder Video zu einem bestimmten Thema gelesen und dieser anschließend diskutiert wird. Thema ist das Verhältnis von Männlichkeit zu Feminismus: Männergruppen sind eher ein Tabu in der zeitgenössischen Linken – dabei haben sie das Potential, männliche Menschen zu profeministischen Komplizen machen welche Lösungen für Probleme wie Depressionen, unterdrückten Gefühlen und der Auseinandersetzung mit patriarchalen Strukturen schaffen könnten. Als Input sehen wir ein Video der Lefttuberin Contrapoints.

#6 Filmabend und Küche für Alle

Es geht in die fünfte Runde! Da wir auch unabhängig von einer Bildungsveranstaltung mal zusammenkommen wollen, veranstalten wir eine Küfa (Küche für Alle) und werden einen Film zeigen. Beim Essen kann die Zeit genutzt werden, sich über die bisherigen Vorträge und Workshops auszutauschen. Es wird Essen und Glühwein auf Spendenbasis geben. Der Film wird im Voraus bekanntgegeben.

#7 Real men are feminists?!

Profeministisch orientierte Männerorganisierung von Gruppen und Einzelnen ist kein Patentrezept, bleibt aber eine unverzichtbare Etappe auf dem Weg zur herrschaftsfreien Gesellschaft! Heute erinnert sich fast niemand mehr an solche Bewegungen, ihre Auseinandersetzungen und ihr Scheitern. Der Versuch der Emanzipation vom Leiden am Geschlecht scheint auch hier keine Geschichte zu kennen, sondern muss auf jeder historischen Stufe neu begonnen werden. Mehr noch: Für (cis) Männer als Auch-Komplizen und -Profiteure des Patriarchats ist allein der Versuch selbst notwendig widersprüchlich und prekär. Warum ist das so und wie stellen sich die Herausforderungen und Möglichkeiten solcher Organisationsversuche in Verhältnissen, wo einerseits eine (völkische) Rechte an der Resouveränisierung soldatischer Männlichkeit arbeitet und andererseits “Feminismus” weniger als radikale Gesellschaftskritik, denn als Label und Identitätsangebot auftritt, zu dem sich zunehmend mehr Männer bekennen? Der Vortrag versucht diesen Fragen mit einem Blick in die Geschichte, theoretischen Überlegungen und der Analyse einiger männlicher Erfahrungen nachzugehen, um Widersprüche und Notwendigkeit pro-feministischer Männerpolitik zu beleuchten. Kim Posster, Leipzig, publiziert zu Feministischem Materialismus und Pro-feministischer Männerpolitik.

#8 Why Incels think you´re a slut

In unserer bereits achten Veranstaltung unserer Reihe wird es einen wissenschaftlich orientierten Vortrag zu Incels und Misogynie geben. „Involuntarily Celibate“ ist ein antifeministisches Label, unter welchem Männer inzwischen weltweit misogyne Ansichten vertreten die in tödlichen Anschlägen enden.

#9 Konzert: Finna & Afterparty

Für unsere neunte und letzte Veranstaltung unserer Reihe wird es ein Abschlusskonzert der feministischen Rapperin Finna vom Label Audiolith geben. Im Anschluss wird feinste Musik kredenzt, die Tanzbeine kommen also definitiv auf ihre Kosten! Wir freuen uns auf einen schönen, ausgelassenen Abschluss für unsere Reihe. Mackertum, Grabscher und Übergriffe bleiben draußen!

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